Klima:
Tagsüber ist es auf den Florida Keys durchschnittlich zwischen 25 und 30 Grad Celsius warm, nachts kühlt es gerade mal auf 20 Grad ab. Im Winter haben die Inseln das wärmste Klima ganz Floridas, deshalb herrscht von Weihnachten bis Ostern Hochsaison.
Tauchparadies:
Damit ein Korallenriff entsteht, braucht es mindestens 20 Grad warmes, sauberes Wasser, viel Sonnenlicht und einige Jahrtausende Zeit. Vor der Küste Floridas können Taucher heute über 50 Korallenarten bewundern. Das 240 Kilometer lange Riff vor der Südküste der Keys - übrigens das einzige Korallenriff der USA - steht unter Naturschutz: Jede Berührung der fragilen Unterwasserwelt ist streng untersagt. Ein beliebter Sport auf den Keys ist auch das Wracktauchen, denn in den vergangenen Jahrhunderten sind einige tausend Schiffe vor den Keys gesunken. Außerdem werden mehr und mehr Schiffwracks bewusst versenkt, damit sich weitere Korallen bilden können.
Angeln:
In den Florida Keys gibt es über 500 verschiedene Fischarten. Hochseeangler und Sportfischer können in den gesamten Keys Boote und Schiffe mit und ohne Besatzung chartern. Die Insel Islamorada gilt als Mekka der Sportfischer und ist das Topziel aller Petrijünger.
Spezialitäten:
Auf den Keys muss man sich keineswegs von Fast Food ernähren: Neben New York gilt Süd-Florida als kulinarischer Trendsetter der amerikanischen Ostküste, schließlich sind nirgendwo in den USA die Zutaten das ganze Jahr über frischer als hier. Die klassischen kulinarischen Hits der Inselkette sind:
Key Lime Pie, ein sahniger Zitronenkuchen, der seinen typischen, frischen Geschmack aus dem Fruchtsaft der heimischen Limonenbäume erhält; Stone Crabs, eine lokale Krabbenart, die nur von Oktober bis Mitte Mai auf den Tisch kommt, meist gedämpft (steamed) mit zerlassener Butter oder kalt im Salat; Conch, große Meeresschnecken, die als Conch Fritters (frittiert) oder als Conch Chowder (in einer sahnigen Suppe) serviert werden. Das schmackhafte Tier gab der südlichsten Insel Key West ihren Kosenamen: Conch Republic.
Insel-Kurzportraits:
Key Largo
Der Name der Insel wurde durch den gleichnamigen Film mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall weltberühmt, doch vor Ort ist von den Kulissen aus den 40er Jahren nichts mehr zu sehen. Immerhin liegt in der Marina bei MM 100 das Originalboot ”African Queen” aus dem gleichnamigen Film mit Bogart und Katherine Hepburn vor Anker und kann gratis besichtigt werden. Die heutige Attraktion der Insel ist der ”John Pennekamp Coral Reef State Park”, ein Unterwasserpark, der als Tauchparadies gilt und mit Glasboden-Booten befahren wird. Bei MM103 liegt mit Jules Undersea Lodge ein Unterwasserhotel zehn Meter tief in der Lagune. Für Familien empfiehlt sich der ”Harry Harris Park [&] Beach” mit Spielplatz, Strand, Bootsrampe und Picknickplätzen.
Islamorada
Gilt als Paradies für Sportfischer und Hochseeangler. Der Golfstrom fließt besonders nahe an der Insel vorüber und bringt rekordverdächtige Marlins, Schwert- und Segelfische mit. Im ”Theater of the Sea” gibt es täglich Delfin-Shows; wer mag und sich vorher anmeldet, kann mit Flippers Nachfahren eine Runde schwimmen.
Grassy Key
... wurde als Heimat des TV-Stars Flipper berühmt. Heute kann man bei einer Führung durch das ”Dolphin Research Center” viel über die Pflege und Dressur der liebenswerten Meeresbewohner lernen.
Marathon Key
... nennt sich das Herz der Florida Keys, denn von hier aus ist keine Attraktion der gesamten Inselkette weiter als 60 Fahrtminuten entfernt. Mit dem ”Crane Point Hammock” ist hier auch der interessanteste archäologische Park zu finden mit präkolumbianischen Relikten und den Überresten eines Indianerdorfes. Südlich vom Ort Marathon beginnt die legendäre ”Seven Mile Bridge”, die auf Hunderten von Betonpfeilern über das Meer führt. Parallel dazu ragt die einst von Henry Flagler erbaute Eisenbahnbrücke in die Bay und dient heute als Angelpier.
Bahia Honda Key
... hat das zu bieten, was in den Keys eine Seltenheit ist: einen prächtigen Sandstrand mit tropischer Vegetation, der kürzlich zum zweitschönsten Strand der USA gekürt wurde und richtiges Karibik-Feeling aufkommen lässt.
Big Pine Key
... ist die größte Insel der unteren, der Lower Keys und für zwei Naturphänomene bekannt: im Blue Hole tummeln sich Alligatoren und lassen sich bequem von einem Holzsteg aus beobachten; auf den Wegen ringsum kann man eventuell bei Dämmerung ein Exemplar der kleinwüchsigen Reh-Art ”Key Deer” sehen.
Key West
... ist sicherlich die bekannteste und am meisten besuchte Insel der Keys und verkörpert wie keine andere Kleinstadt das Lebensgefühl der Keys. Die Architektur der Altstadt mit Verandas, Säulen und Holzschnitzereien, das ganz un-amerikanische Treiben in den Gassen und die ausgelassene Volksfestatmosphäre, die beim Sonnenuntergang am Mallory Square aufkommt, tragen zur entspannten Stimmung bei. Hier werden selbst die größten Hektiker in kurzer Zeit zu Müßiggängern. Als Attraktion gilt die Duval Street als Bummelmeile, die auch zur berühmten Bar Sloppy Joe’s führt, in der Hemingway Stammgast war. Natürlich ist das Hemingway House wichtigstes Pilgerziel aller Literaturfans. Und jeder Besucher muss ein Foto vom ”Southernmost Point” mit nach Hause nehmen: das ist jene dicke Boje, die den südlichsten Punkt der Insel und damit des nordamerikanischen Kontinents markiert.
Anreise:
Per Flugzeug: Die Inseln Key West und Marathon werden regelmäßig von amerikanischen Fluggesellschaften wie American Airlines, American Eagle Airlines und ComAir (Delta) angeflogen; die meisten Flüge führen über Miami International Airport. Marathon Airport liegt 120 Meilen, Key West Airport 180 Meilen südlich von Miami. Beide haben Mietwagenstationen.
Per Auto: Vom Norden Floridas führt der Weg über die Florida Turnpike an der Ostküste nach Süden bis zum Exit 4 hinter Fort Lauderdale. Von Florida City geht es auf der US-1 in 20 Minuten nach Key Largo. Von West-Florida geht es über die Alligator Alley genannte I-75 nach Miami und dort nach Süden. Von Miami International Airport führt der Weg über die LeJeune Road südlich zur 836 West, zur Turnpike Extension und südlich auf die US-1.
Orientierung:
Der gesamte Overseas Highway ist für die Inselbewohner wie eine Hauptstrasse. Fast alle Adressen tragen den Zusatz ”MM” mit einer Zahlenangabe. Dahinter verbergen sich die Mile Marker, kleine grüne Markierungen mit weißen Entfernungsangaben am rechten Straßenrand. Die Markierung beginnt südlich von Florida City mit Meile 127, Meile 0 ist in Key West erreicht. Wer also die Meilenmarkierung seines Zieles weiß, hat keine Probleme, es zu finden. Die wichtigsten Mile Markers (in Klammern dazu die Entfernung in Meilen von Miami): Key Largo 110-87 (58), Islamorada 86-66 (76), Marathon 65-40 (111), Big Pine Key 39-9 (128), Key West 8-0 (159).
1-800-771-KEYS – Mehrsprachige Telefonhotline für Reisende
Besucher auf den Florida Keys können jederzeit die Dienste eines gebührenfreien Telefonservice in Anspruch nehmen. Die Nummer 1-800-771-KEYS steht informations- und hilfesuchenden Touristen rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche zur Verfügung. Übersetzungen, Wegbeschreibungen oder die Vermittlung von Ärzten oder Pannenservices sind einige der Dienste, die in über hundert Sprachen angeboten werden.
Deutschsprachiger Reiseführer für die Florida Keys
Der Reiseführer „Florida Keys“ der Autorin Hilke Maunder ist das erste und bislang einzige deutschsprachige Handbuch dieser Region. Auf über 300 Seiten werden die einzelnen Inseln mit zahlreichen Informationen und Farbfotos ausführlich dargestellt. Ein umfangreicher Serviceteil versorgt mit Email- und Internet-Adressen, Tipps und Terminen. (Hilke Maunder, „Florida Keys“, TourBook-Verlag: Hamburg 2000)
Weitere Informationen zu The Florida Keys und Key West im Internet unter www.fla-keys.com oder bei
Get It Across Marketing & Promotion,
Neumarkt 33, 50667 Köln,
Tel. +49 221-2336-451,
Fax +49 221-2336-450,
Email: fla-keys@getitacross.de